Landwirtschaft und Gentechnik

13.12.2014

Bauernhöfe statt Agrarfabriken

Unten auf der Seite als Anhang das Manuskript der BN-Agrarreferentin Marion Ruppaner zum BN-Seminar in München am 29.11.2014

mit vielen informativen Grafiken zur Tierhaltung in der Landwirtschaft.


8.3.2013 - E-Mail-Kampagne im Vorfeld der Abstimmung zur EU-Landwirtschaftsreform

Derzeit läuft unter Beteiligung des BUND eine E-Mail-Kampagne an die Mitglieder des Europaparlaments im Vorfeld der Abstimmung zur GAP-Reform.

Unter der website (http://de.farmingfornature.eu) können  Interessierte eine E-Mail an ihre jeweiligen MdEP versenden. Ziel ist es, das Abstimmungsverhalten der MdEP am 13.3.2013 (Plenumssitzung des EP) bezogen auf die GAP Reform so zu beeinflussen.  Diese Kampagne läuft in 8 Ländern, deckt mehr als die Hälfte aller MdEP ab und wird europaweit von 40 (hauptsächlich Umweltorganisationen) unterstützt. Bisher haben rund 17.000 Menschen aus Polen, Spanien, Schweden, UK, Deutschland, Italien, Frankreich und Rumänien Emails an ihre MdEP geschrieben. In Deutschland wird die Aktion vom BUND, NABU, EuroNatur und dem WWF getragen.

Wir bitten Sie, sich an dieser Aktion zur für die künftige Agrarpolitik entscheidenden Abstimmung zu beteiligen

Herzliche Grüße

Hubert Weiger, Vorsitzender

Richard Mergner, Landesbeauftragter

 


 

Landwirtschaft

Die Landwirtschaft als größter Flächennutzer prägt das Bild unserer Landschaft. Sie hat nicht nur sichtbaren Einfluss auf das Wohlergehen von Glockenblume, Kiebitz, Feldlerche und Bienen, sondern auch weniger sichtbaren auf den Nitratgehalt im Grundwasser oder auf die Freisetzung von Treibhausgasen durch Ackernutzung auf Moorböden und durch intensive Stickstoffdüngung.

Durch die Intensivierung in der Landwirtschaft

  • mussten in den letzten Jahren in Bayern zahlreiche Betriebe aufgehören (36000 Betriebe   zwischen 1999 und 2009)
  • sind manche Nutztierrassen wie das Murnau-Werdenfelser Rind auf der Roten Liste
  • schrumpft nicht nur die Anzahl der Tier- und Pflanzenarten, die in der Agrarlandschaft leben, sondern auch die der Regenwürmer im Boden
  • verlieren wir in Bayern bis zu 10 Tonnen Oberboden pro Hektar und Jahr
  • werden die artenreichen Blumenwiesen immer weniger
  • sind unsere Bäche und Flüsse durch den Eintrag von Sedimenten, Nährstoffen und            Pestiziden meist nicht im „guten Zustand“
  • steigen Futtermittelimporte und Pestizideinsatz
  • verschwinden Einzelbäume, Feldraine und Hecken und damit verliert die Landschaft an Schönheit

EU-Kommissar Ciolos möchte die Fördergelder der EU ab 2014 an Leistungen der Landwirtschaft für das Gemeinwohl knüpfen:

-          Bewahrung und Wiederherstellung der Biodiversität

-          Bodenschutz

-          Sicherung der Gewässergüte

-          Verringerung der Treibhausgasemissionen

 

Zentraler Punkt dabei ist die Forderung von 7% ökologischer Vorrangfläche für Ackerbaubetriebe.

Gegen dieses Greening läuft der Bauernverband Sturm und möchte es kippen. Konsequent werden die 7% als „Stillllegungsfläche“ bezeichnet, diese könne man sich in Zeiten einer wachsenden Weltbevölkerung mit immer mehr Appetit auf Fleisch nicht leisten. Dabei geht es um 7% extensiv bewirtschafteter Fläche, neben Hecken wären das z. B. auch Extensivwiesen oder  ungedüngte und ungespritzte Ackerrandstreifen.

Der am 28.6.2012 neu gewählte Bauernverbandspräsident Rukwied möchte die Fleischerzeugung weiter ausbauen und den Export fördern. Ein weiterer Ausbau der biologisch bewirtschafteten Flächen ist seiner Ansicht nach nicht notwendig, obwohl bereits jetzt die Hälfte der Bio-Lebensmittel importiert werden müssen.

Dazu gibt es einen guten Kommentar in der AZ:

http://www.augsburger-allgemeine.de/meinung/Kommentare/Das-Schlachtschiff-Bauernverband-id20781631.html

 

 Unsere Bitte:

  • Sprechen oder schreiben Sie an unsere Abgeordneten im Bundestag oder im EU-Parlament, dass Sie eine weitere Intensivierung der Landwirtschaft nicht befürworten und das Greening unterstützen
  • Sprechen Sie auch Landwirte oder Verbandsfunktionäre an: die Landwirte in Europa müssen gefördert werden, damit sie naturnah produzieren können. Im Interesse der Allgemeinheit.
  • Umweltschädliche Subventionen müssen hingegen abgebaut werden.
    Bisher geht der Großteil der Subventionen an Großbetriebe und an die Lebensmittelindustrie.
  • Eine weitere Intensivierung der Landwirtschaft verschärft die damit verbundenen Probleme hinsichtlich Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen Boden, Wasser und  Biodiversität. Zukunftsfähig ist dagegen nur eine Landwirtschaft die ressourcenschonend und umweltverträglich arbeitet.

Unsere Augsburger Abgeordneten:

Markus Ferber, www.markus-ferber.de

Wolfgang Kreissl-Dörfler  www.kreissl-doerfler.de

Barbara Lochbihler  www.barbara-lochbihler.de

Gabi Zimmer www.gabi-zimmer.de

Christian Ruck  www.christian-ruck.de

Heinz Paula www.heinz-paula.de

Miriam Gruß  www.miriam-gruss.de

Claudia Roth www.claudia-roth.de

Alexander Süßmair www.alexander-suessmair.de

Weitere Links :

http://www.augsburger-allgemeine.de/wirtschaft/Bauernpraesident-Rukwied-Erst-die-Ernaehrung-dann-der-Klimaschutz-id20787126.html

Einen sehr guten Überblick über die Gesamtsituation gibt es hier :

http://www.zdk.de/veroeffentlichungen/erklaerungen/detail/Eckpunkte-fuer-eine-nachhaltige-europaeische-Landwirtschaft-201W/

SZ_29-06-12  (pdf)

Buchtipp :

Anita Idel, Die Kuh ist kein Klimakiller

Richard Rickelmann: Tödliche Ernte

David Montgomery: Dreck – Warum unsere Zivilisation den Boden unter den Füßen verliert


 

Medienmitteilung vom 25.04.2012: Es geht auch mit weniger Kraftfutter!

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Dr. Klaus Kuhn, Referent Ökologie, Maximilianeum
81627 München
Tel.: 089/4126-2855
Fax.: 089/4126-1494
www.gruene-fraktion-bayern.de

Aus ethischen und ökologischen Gründen beschränken sich Biobauern bereits heute auf maximal 10 Prozent Kraftfutter in der Fütterung von Wiederkäuern. Aber ist Kraftfutter aus ökonomischen und tiergesundheitlichen Gründen unumgänglich? Das Projekt «Feed no Food» zeigt, dass der Kraftfutterverbrauch noch weiter – sogar auf null – reduziert werden kann, ohne dass Tiergesundheit und Wirtschaftlichkeit leiden.

(Frick/Rheinau 25.4.2012) Am Mittwoch hat das FiBL auf dem Gut Rheinau/ZH Fachleuten aus Forschung und Praxis die Resultate aus dem dreijährigen Projekt «Feed no Food» – verfüttere keine Nahrungsmittel – vorgestellt. Coop unterstützte das Projekt massgeblich mit Mitteln aus dem Coop Fonds für Nachhaltigkeit.

Der Anbau von Kraftfutter steht in Konkurrenz zum Anbau von Pflanzen für die menschliche Ernährung. Deshalb dürfen Biobetriebe bereits heute bei Wiederkäuern maximal 10 Prozent Kraftfutter einsetzen. Das FiBL hat nun untersucht, ob in der schweizerischen Biorinderhaltung der Kraftfutterverbrauch noch weiter reduziert oder ganz darauf verzichtet werden kann.

In einer experimentellen Studie haben die Forscher eine 70-köpfige Milchviehherde auf dem Betrieb Wauwilermoos in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Hälfte der Kühe erhielt weiterhin die erlaubten 10 Prozent Kraftfutter, die andere nur noch Raufutter. Die Milchleistung der Kühe ohne Kraftfutter ging erwartungsgemäss um sechs Prozent zurück, bei den erstkalbenden Kühen um 15 Prozent. Entgegen der verbreiteten Meinung hatte die Kraftfutterreduktion einen positiven Einfluss auf die Tiergesundheit: Die Körperkondition und die Eutergesundheit waren bei den Kühen ohne Kraftfutter etwas besser. Die übrigen Gesundheitsmerkmale und die Fruchtbarkeit der Kühe ohne Kraftfutter blieben gleich gut wie bei den Kühen mit Kraftfutter.

Weiter zeigte das Team um FiBL-Tierarzt Christophe Notz die Möglichkeiten einer Kraftfutterreduktion auf rund 70 Biomilchviehbetrieben. Die beteiligten Tierhalter konnten selbst entscheiden, ob sie eine teilweise Reduktion des Kraftfutters auf fünf Prozent anstreben oder vollständig auf Kraftfutter verzichten wollen. Die FiBL-Tierärzte und -Agronominnen besuchten jeden Betrieb viermal pro Jahr, um den Ernährungs- und Gesundheitszustand jeder einzelnen Kuh zu erfassen. Diese Erhebungen und die monatlichen Milchleistungsprüfungen dienten ihnen dann als Grundlage für die individuelle Beratung für die Kraftfutterminimierung im dritten Projektjahr.

Nach drei Jahren hatten zwei Drittel der Betriebe, welche eine Reduktion des Kraftfutteranteils auf fünf Prozent anstrebten, dieses Ziel erreicht. Insgesamt wurde in dieser Gruppe 24 Prozent weniger Kraftfutter eingesetzt. Von den Betrieben, welche eine Milchviehfütterung ganz ohne Kraftfutter anstrebten, erreichte die Hälfte dieses Ziel. Diese Gruppe konnte den Kraftfuttereinsatz insgesamt um 70 Prozent verringern, die durchschnittliche Milchleistung ging nur gerade um fünf Prozent zurück. Die Kühe auf den Praxisbetrieben reagierten auf eine Kraftfutterreduktion mit einem moderaten Rückgang der Milchleistung und blieben dabei gesund und fruchtbar.

Die Wirtschaftlichkeitsberechnungen ergaben, dass diese Betriebe im Durchschnitt den geringeren Milcherlös mit den geringeren Kosten für Kraftfutter kompensieren konnten. Mit geeigneten Anpassungsstrategien wie Vollweide, silagefreier Fütterung oder Verbesserung des Grundfutters lässt sich das Betriebsergebnis weiter verbessern.

Aus den Ergebnissen der beiden Gruppen ergibt sich ein durchschnittliches Einsparungspotential an Kraftfutter von 31 Prozent. Dies entspricht 112 kg weniger Kraftfutter pro Kuh und Jahr. Auf die Schweizer Biomilchviehhaltung, mit einem Kraftfutterverbrauch von 26\'000 Tonnen, hochgerechnet, liessen sich somit rund 8\'000 Tonnen Kraftfutter einsparen.

Für FiBL-Direktor Urs Niggli hat das Projekt «Feed no Food» Pioniercharakter – auch für die herkömmliche Milchproduktion. Denn hier bestehe ein grosses Potenzial, den Kraftfuttereinsatz zu reduzieren. Christian Guggisberg, Leiter Beschaffung Food bei Coop ist überzeugt, dass die Biobetriebe mit dem optimalen Einsatz der in der Schweiz zur Verfügung stehenden Ressourcen eine Vorbildfunktion einnehmen können. Sie schaffen damit klare Mehrwerte für Konsumenten und die Schweizer Landwirtschaft. Und Biomilch, mit möglichst wenig Kraftfutter produziert, stellt aus seiner Sicht einen solchen Mehrwert dar.


Kreistagsbeschluss: Gentechnikfreie Region Augsburg

Kreistag spricht sich mit breiter Mehrheit dafür aus, dass keine gentechnisch veränderten Lebensmittel auf den Tisch kommen

2819 Unterschriften für eine gentechnikfreie Region übergaben Christo Rauch, Harald Ulmer und Andrea Eiter an Landrat Martin Sailer.

Gentechnikfrei - dieses Siegel hat sich jetzt auch der Landkreis Augsburg verpasst. Was dies in der Praxis bedeutet, darüber gehen die Meinungen freilich ausei­nander. Die Botschaft des Kreista­ges, der jetzt einen entsprechenden Beschluss fasste, ist jedoch klar: Wer Lebensmittel an den Landkreis liefert, soll gentechnikfreie Produk­te bringen. Dies gilt auch für Ein­richtungen wie das Klinikum und die Wertachkliniken oder die Kanti­ne des Landratsamtes, im Schulzen­trum Neusäß und das Jugendhaus in Dinkelscherben, an denen der Kreis beteiligt ist oder die ihm gehören.

Das Thema beschäftigt die Kreis­politik spätestens seit dem Oktober vergangenen Jahres, als die SPD-Kreistagsfraktion den Antrag stellte, das Augsburger Land zur gentechnikfreien Region zu machen. Nach einem Vortrag von Dr. Ulrich Busch vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit im Juni und einer Diskussion im Kreisausschuss im September kam es jetzt zur Generalaussprachim Kreistag.   

Die Debatte wurde aufmerksam verfolgt von Vertretern des Bündnisses für eine gentechnikfreie Region Augsburg Stadt und Land. Sie hatten  vor  der  Sitzung  Landrat Martin Sailer eine Liste mit 2819 Unterschriften übergeben, mit der sich Menschen in Stadt und Land für eine   gentechnikfreie   Region stark gemacht hatten. Landrat Sailer machte bereits hier deutlich, dass man mit dem Kreistagsbeschluss keine Versprechen suggerieren wolle, „die wir nicht halten können". Der Landkreis werde jedoch tun, was in seiner Verantwortung stehe.

Harald Ulmer,   Landesgeschäftsführer    der Landesvereinigung      ökologischer Landbau, begrüßte dies „als ein klares Signal an die Landwirte. Der Landkreis ist Spitze bei regenerativen Energien, es wäre schön, wenn dies auch bei der Gentechnik der Fall wäre." Immerhin sind von 46 Gemeinden im Augsburger Land bereits 43 dem Bündnis beigetreten, berichtete   Christof   Rauch   vom Netzwerk   blühende   Landschaft. Dies sei deutschlandweit das besteErgebnis, wusste Andrea Eiter von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft: Es gebe keinen Landkreis in Deutschland, der sich gentechnikfrei so flächendeckend verbreitet habe.

Wie schwierig es in der Praxis ist, ein gentephnikfreies Produkt zu ga­rantierten, machte Grünen-Kreisrat Joachim Schoner aus Langenneufnach deutlich. Er griff zur Flasche, die vor seinem Platz im Sitzungssaal stand und hielt sie im „Kreissaal" in die Luft. Der Inhalt: Apfel-Johan­nisbeersaft aus den Stauden, herge­stellt von der dortigen Regionalentwicklung aus Fischach. „Es wäre sehr schwierig für uns, wenn wir uns das zertifizieren lassen müssten - das wäre das Ende eines Regional­produkts, weil die Kosten dafür ein­fach viel zu hoch wären."

Schoner stimmte freilich für den Antrag gentechnikfreier Landkreis, sieben andere Kreisräte indes dage­gen, unter anderem Dr. Markus Brem (FW), praktizierender Land­wirt aus Gersthofen-Hirblingen. Nein sagte auch Landratsvize Jo­hann Häusler. Er ist Geschäftsfüh­rer der Erzeugergemeinschaft Fran­ken Schwaben, der größten in Deutschland. „95 Prozent unserer Bauern können keine absolut gen­technikfreien Futtermittel bezie­hen, weil der Landhandel diese nicht auf Lager hat." Die Gefahr, dass sie ungewollt gentechnisch ver­ändertes Soja kauften, sei groß. Wörtlich sagte Häusler. „Viele un­serer Landwirte sind sich dieser Problematik nicht bewusst."

Anni Fries ist nicht nur Stellvertreterin des Landrats, sondern auch schwäbische   Bezirksbäuerin   aus Markt bei Biberbach. „Gentech­nikfreie Lebensmittel gibt es nicht mehr oder sind nicht zu unterscheiden", sagte sie. Es gebe im Landkreis keinen Anbau gentechnisch veränderten Pflanzgutes. „Ich bin kein Freund  von  Gentechnik, aber das ist eine Abstim­mung ohne Not", schimpf­te sie. Viel wichtiger wäre, wenn   der   Verbraucher Produkte aus Bayern kau­fen würde. „Damit unterstützt man die heimische Landwirtschaft  und  die schöne Landschaft."    

• Das Bündnis für eine gentechnik­freie Region Augsburg spricht von einer Kennzeichnungslüccke für Fleisch und Milchprodukte". Gerade für die­se Produkte bestehe keine gesetzliche Kennzeichnungspflicht und somit keine Wahlfreiheit für die Verbraucher, wenn die Tiere mit gentechnisch veränderten Futtermitteln gefüttert wurden. Dabei landen weitweit rund 80 Prozent der GVO-Pflanzen im Fut­tertrog.

Jeder Landwirt habe die Möglichkeit, GVO-freie Futtermittel zu beziehen, in der Region sogar beim Futtermittelwerk Demharter in   Schwabmünchen. Die Menge  sei ausreichend, der Preis aufgrund des höheren Aufwands für getrennte Lögistik und Beprobung aber höher. Der Mehrpreis für GVO-freies Soja liegt nach Angaben des   Bündnisses und  der Firma bei circa 30 bis 50 Euro.pro  Tonne, dem Erzeuger entstünden damit  je nach verwendeter  Menge von Soja Mehrkosten von drei bis zehn Euro pro  Schlachtschwein (100 Kilo),

 • Der Landkreis Augsburg hat bei seinen Lieferanten nachgefragt -  sie sollten die Gentechnikfreiheit der von ihnen angebotenen Produkte bestätigen. Von den 32 Lieferanten haben sich drei nicht zurückgemeldet. 19 Firmen haben die vorformulierte Garantievereinbarung unter­zeichnet. Acht Firmen gaben keine Garantieerklärung ab, jedoch eine Be­stätigung, „dass sie nach ihrem heutigen Kenntnisstand keine Produkte in ihrem Sortiment haben, die einer Kennzeichnungspflicht im Sinne der anwendbaren EU-Verordnungen unterliegen*.

• Was die SPD wollte: Neben der Umstellung der Verpflegung und Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung hatte die SPD-Kreistagsfraktion un­ter anderem beantragt, Landwirte zu unterstützen, damit diese keine Gentechnik in Pflanzenbau und in der Tierhaltung einsetzen. Dies sollte auch für den Zukauf von Futter­mitteln mit gentechnisch veränder­ten Zutaten gelten. Dieser Passus wur­de sehr zum Bedauern von SPD-Sprecherin Dr. Simone Strohmayr aus dem vom Kreistag verabschiedeten Beschluss gestrichen, (de)-  

im Anhang (siehe ganz unten) der gesamte Artikel: AZ - Gentechnikfreie Region Augsburg  


Für eine Gentechnikfreie Region Augsburg. Wir sind so Frei

Damit die Region Augsburg Stadt und Land schnell und dauerhaft gentechnikfrei bleiben kann, braucht es die Mithilfe aller. Hauptziel des Bündnisses ist die Erreichung einer großräumigen gentechnikfreien Region Augsburg Stadt und Land. Rechtlich möglich ist dies auf Basis freiwilliger Vereinbarungen, welche die Landwirte miteinander abschließen. Darüber hinaus können Gemeindegremien den Beschluss fassen, dass auf gemeindeeigenem Grund kein Einsatz von Gentechnik erlaubt sein soll und sich zur gentechnikfreien Kommune erklären. Die Stadt Augsburg hat diesen Schritt im Jahr 2005 gemacht. Damit unsere ganze Region frei bleibt von Agrogentechnik, suchen wir nun die Unterstützung aller Bürgerinnen und Bürger der Region, sowie der politischen Vertreter in den Gemeinden des Landkreises und zählen auf Unterstützung durch weitere Gruppierungen. Das Bündnis unterstützt dabei durch Unterschriftenlisten, Verteilung von Vereinbarungen und hilft auch den Gemeinden, wenn sie sich zur gentechnikfreien Kommune erklären wollen. Das Bündnis kann interessierte Gemeinden auch gerne mit Informationsverantstaltungen mit Experten vor Ort unterstützen.

Im Anhang (siehe ganz unten):
Wir sind so frei - Selbstverpflichtungserklärung
Wir sind so frei - Unterschriftenliste


"Unser Land"- Ein Netzwerk für Lebensmittel aus teils konventioneller und teils biologischer Landwirtschaft

"Unser Land" ist ein Netzwerk das ein vielseitiges Angebot an regionalen Produkten bietet und damit wirbt, die Erhaltung der Lebensgrundlagen- im wahrsten Sinne des Wortes "schmackhaft" zu machen.

Zu den natürlichen Lebensgrundlagen zählen Wasser, Erde, Luft und Energie. Ebenso wichtig sind aber auch qualifizierte Arbeitsplätze, menschennahe Versorgungsstrukturen für das tägliche Leben sowie eine lebens- und liebenswerte Kulturlandschaft.

"Der Weg vom Erzeuger über den Verarbeiter bis hin zum Verbraucher soll ehrlich und nachvollziehbar, die Erzeugnisse gesund für Mensch und Umwelt sein. Die Produkte sind ihren "Preis wert" und stärken dadurch nachhaltig unsere bäuerliche Landwirtschaft sowie das heimische Handwerk", so das Netzwerk.

Unser Land-Produkte stammen aus:

  1. konventioneller Landwirtschaft, die nach den strengen UNSER LAND Richtlinien arbeitet oder:
  2. ökologischer Landwirtschaft, die nach den Richtlinien des bundeseinheitlichen Biosiegels arbeitet
    Mit diesem Ansatz kann eine große Anzahl von Landwirten, Verarbeitern und Verbrauchern erreicht werden.

Für Freunde der Bio-Kost ist daher genaues Hinsehen angesagt, denn Bio ist nur da drin, wo´s drauf steht!

Im Anhang (siehe ganz unten): Wo es "Unser Land Produkte" gibt


Anhänge:
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Diese Datei herunterladen (AZ_14_11_Unterschriftenuebergabe_und_Kreistag.pdf)AZ - Gentechnikfreie Region Augsburg[AZ - Gentechnikfreie Region Augsburg]781 kB
Diese Datei herunterladen (Ruppaner-Seminar-Bauernhöfe-statt-Agrarfabriken-pdf-Version-2014-11-26-k.pdf)Ruppaner-Seminar-Bauernhöfe-statt-Agrarfabriken-pdf-Version-2014-11-26-k.pdf[ ]1486 kB
Diese Datei herunterladen (Selbstverpflichtungserklaerung_Landwirte.pdf)Wir sind so Frei - Selbstverpflichtung Landwirte[Wir sind so Frei - Selbstverpflichtung Landwirte]409 kB
Diese Datei herunterladen (Unterschriftenliste_Verbraucher_gentech.pdf)Wir sind so frei - Unterschriftenliste[Wir sind so frei - Unterschriftenliste]670 kB